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Lebenslauf

Die international erfolgreiche Sopranistin Íride Martínez stammt ursprünglich aus Costa Rica. Dort begann sie ihre musikalische Ausbildung, nahm Schauspiel- und Gesangsunterricht, bevor Sie ihr Heimatland verließ, um bei weiteren Lehrern an ihrer Stimme zu arbeiten. So wurde sie in Italien bei Mirella Freni und Elio Battaglia und in Deutschland bei Wilma Lipp unterrichtet.

Mittlerweile wohnt sie zwar in Deutschland und Italien, doch hat sie ihr lateinamerikanisches Temperament nicht verloren, was ihr Markenzeichen ist. Sie hat es durch Zielstrebigkeit, viel Leidenschaft und Professionalität geschafft, als Sopranistin die internationalen Opernbühnen zu erobern.
Schon früh zeichneten sich Erfolge ab. So nahm sie an bedeutenden Gesangswettbewerben teil, wie in Italien bei “Maria Caniglia” und in Spanien am Concurso de Canto de Bilbao.

Ihr offizielles Debüt lieferte die talentierte Martínez im Jahr 1994 im Teatro de la Ópera de Roma, wo sie die Rolle der Norina in Don Pasquale sang. Nach diesem Erfolg begannen ihre regelmäßigen Auftritte in Deutschland.

Von 1995 bis 2002 war sie festes Mitglied des Ensembles der Kölner Oper. Dort wurden die Zuschauer Zeugen brillianter Umsetzungen vieler Rollen ihres Repertoires wie Violetta-La Traviata, Adina-Liebestrank, Giulietta-Capuleti e Montecchi, Gilda-Rigoletto, Cleopatra-Giulio Cesare, so wie Nannetta-Falstaff, Susanna-Nozze di Figaro, Konstanze-Entführung aus dem Serail und Pamina-Zauberflöte.

Aufgrund ihres speziellen Geschmacks und einer exquisiten, außergewöhnlichen Technik, Vielseitigkeit und schauspielerischem Talent, war es Íride Martínez möglich, überaus erfolgreich zahlreiche verschiedene Rollen unterschiedlicher Stile und Epochen zu präsentieren. Dazu zählen beispielsweise die Nachtigall in Die Vögel/Braunsfeld an der Oper Köln und die Königin von Schemaka in El gallo de oro/Rimsky-Korsakov bei den Bregenzer Festspielen, einer Pountney/Fedosejev Produktion. Außerdem war die Rolle der Marfa in La esposa del Zar/ Rimsky-Korsakov mit den Wiener Symphonikern ein großer Erfolg.

Als weiterer Karrieresprung entpuppte sich ihr Auftritt als Viola/Cesario bei der Welt-Premiere von “Was ihr wollt” von M. Trojahn an der Bayerischen Staatsoper in München. Für diese Rolle gewann sie im Jahr 1998 den begehrten Titel des “Nachwuchstalents des Jahres”, der von 50 Fachjournalisten vergeben wurde.
Dies war der Beginn ihres internationalen Durchbruchs.

1999 folgte die sie einer Einladung der Dresdner Semperoper, wo sie für eine Neuproduktion von “Ariadne auf Naxos” besetzt wurde. Dirigiert von Sir Colin Davis und unter der Regie von Marco Arturo Marelli triumphierte Íride Martínez dort als “Zerbinetta” und erhielt umgehend eine weitere Einladung, um die Rolle der “Sophie” in “Der Rosenkavalier”, dirigiert von Semyon Byschkov zu singen.

Die Costa Ricanische Sopranistin sang regelmäßig bei den Salzburger Festspielen in Produktionen von Boris Godunov und Stücken wie Liebe der Danae, und interpretierte dort im Jahr 2003 die Rolle der Konstanze in der Entführung aus dem Serail.

Im Laufe ihrer Karriere war sie bereits auf zahlreichen internationalen Opernbühnen präsent. Durch ihre Stärke und ihr Temperament bei den verschiedensten Darbietungen, verzauberte und begeisterte Íride Martínez ihre Zuschauer weltweit. Dabei trat sie regelmäßig an Häusern in
Berlin, Essen, Stuttgart und Frankfurt, der Opera Bastille Paris, der Florida Grand Opera in Miami, dem Grand Theatre de Génève, der Opera de Montecarlo, des Teatro Sao Carlo Lisboa, des Palau des les Arts in Valencia und auf renomierten Festivals in Spoleto, Innsbruck, Baden Baden, Luzern, Ludwigsburg und Glyndebourne auf.

Bei Konzerten wurde sie unter anderem von den Bamberger Symphonikern und dem Kölner Gürzenichorchester begleitet. Weiterhin arbeitete sie mit den Wiener Symphonikern, dem Orquesta de la RAI aus Turín, dem Orchester Santa Cecilia de Roma und dem Filarmónica Checa en Praga zusammen.

Im Juni 2003 gab sie ein von den Kritikern viel beachtetes und umjubeltes Debüt mit dem Berliner Philharmonischen Orchester.

Ihr Repertoire zeitgenössischer Musik verschaffte ihr Engagements bei den Münchener Philharmonikern, bei den Radiosymphonieorchestern in Hannover und Frankfurt, und im Herbst 2000 sang sie die Première von Arvo Pärt's Como anhela la cierva im Palais Garnier in Paris.

Íride Martínez arbeitete mit berühmten Dirigenten wie Lorin Mazel, Ivor Bolton, James Conlon, Sir Colin Davis, Semyon Byschkov, Valery Gergjev, Fabio Luisi, René Jacobs, Vladimir Fedosejev und anderen.

In der Spielzeit 2007 gelang ihr ein großer Triumph an der Deutschen Oper Berlín in der Titelrolle von Lucia de Lammermoor.

Infolge dessen wurde sie für Hauptrolle der Weltpremiere von “La hija del Cielo” in Las Palmas/Gran Canaria engagiert. Eine Produktion von La Fura del Baus.

Íride Martínez debütierte 2008 in der Mailänder Scala mit einer Rolle in der Oper 1984, komponiert und dirigiert von Lorin Maazel.

Im November 2008 gab Iride Martinez zusammen mit dem großen Tenor Plácido Domingo ein Konzert, an dessen Seite sie bereits 2004 in Wien beim Festival Klangbogen aufgetreten war.

Íride Martínez hat es als einzige Costaricanische Sängerin nicht nur geschafft, eine internationale Karriere zu machen, sondern engagiert sich auch für ihre Landsleute. Im Jahr 2005 gründete sie die Stiftung „Jovenes Cantantes M.P.“, die Sängern aus Costa Rica hilft, international gesanglich arbeiten zu können. So ist Iride Martinez auch als Lehrerin und Ausbilderin für die Schüler ihrer Stiftung tätig und lässt diese von ihrem Wissen profitieren - und dies mit beachtlichem Erfolg. Als Anerkennung ihrer großen Verdienste wurde sie von der costaricanischen Presse zur „Nachrichtenperson des Jahres 2008“ ernannt. Außerdem bekam sie den „Preis für die costaricanische Frau in Kunst und Kultur“ vom Magazin „Vanidades“ im November 2008 verliehen.

Eines der folgenden Projekte von Íride Martínez wird ihr Debüt als Norina in Don Pasquale am Covent Garden Royal Opera House in London, dirigiert von Sir Charles Mackerras, sein.

Iride Martinez